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Übereinkommen - Der Schirnsdorfer Weiher konnte zwei Jahre lang nicht bewirtschaftet werden. Inzwischen ist er zugewachsen. Mühlhausen - Unter eine unendliche Geschichte wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag ein Schlussstrich gezogen. Die Marktgemeinderäte einigten sich mit dem Höchstadter Ingenieurbüro Maier über dessen Beteiligung an den Kosten für das Ausbaggern des Schirnsdorfer Gemeindeweihers. Voll Freude vernahm Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) die Zusage von Thomas Maier, fünfzig Prozent der Bagger-Kosten zu übernehmen. Maier räumte ein, den gemeindlichen Auftrag, also die Überwachung der Baustelle, „nicht konsequent“ ausgeführt zu haben. Dass beim Schirnsdorfer Weiher einiges aus dem Ruder gelaufen ist, machte die Chronologie des Verfahrens deutlich. Die Verfahrensschritte – von der Planung bis zur Weiherverfüllung – in aller Vollständigkeit vorzulegen, war Ingenieur Frank Backasch in der Dezember-Sitzung beauftragt worden.
Füllmaterial wieder ausgebaut Als es vor gut zwei Jahren im Zuge der Dorferneuerung um das Anlegen einer Buswendeplatte und aus diesem Grund um eine Teilverfüllung des Weihers ging, rechnete die Gemeinde mit geringen Kosten und dem Ausfall einer Wirtschaftsperiode. Verzögerungen gab es dann unter anderem durch eine Auffüllung mit „nicht planungskonformem Material“. Dieses musste aus Umweltschutzgründen wieder ausgebaut werden. Bevor im Dezember 2008 die Auffüllung mit „fachgerechtem“ Material erfolgte, hatte man im Gemeinderat bereits mehrfach diskutiert und nach dem Schuldigen gesucht. Als der Weiher im April 2009 endlich fertig gestellt war, konnte er nicht mehr angestaut werden, so dass die Saison 2009 buchstäblich ins Wasser fiel. Inzwischen ist der „Königsweiher“ so zugewachsen, dass der Bewuchs etwa 30 Zentimeter tief gründet. Nur durch gründliches Ausbaggern kann der Weiher nach Meinung der Räte wieder einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Die Arbeiten sollen jetzt schnellstens durchgeführt werden. Eile ist geboten Wie Bürgermeister Klaus Faatz erläuterte, kann ein Bagger erst bei strengem Frost gefahrlos in den Weiher fahren. Definitiv bis Ende März müsse der Weiher ausgebaggert sein, „sonst lässt uns das Landratsamt nicht mehr hinein“, erklärte Faatz. Dass man sich bei den Kosten auf „Halbe/Halbe“ einigte, liegt daran, dass die Gemeinde den Weiher ohnehin etwa alle zehn Jahre ausbaggern muss. Auch die Kosten der Uferbefestigung – eine von der Gemeinde geplante Maßnahme – könne laut Faatz „nicht weitergegeben werden“. So wird lediglich der während des langen Stillstandes zusätzlich angeflogene Bewuchs kostenmäßig dem Planer angerechnet. In der Sitzung lag erst eines von drei angeforderten Angeboten vor. Um die Baggerarbeiten bei entsprechender Witterung rasch durchführen zu können, wurde Bürgermeister Faatz beauftragt, den Auftrag an die günstigste Firma zu vergeben. Quelle: www.infranken.de von Evi Seeger |